1939-1953 Margret Hofheinz in Baiersbronn

Brigitte mit Puppe, 1946, Öl auf Leinwand (WV-Nr.20)

Murgtalsagen, Titelblatt der gedruckten Ausgabe, 1949. Das Original der Federzeichnung hat die WV-Nr. 450

Stillleben mit Sessel und Blumen, 1949, Öl (WV-Nr. 61)

Federzeichnung, Tusche, Porträt, Hofheinz-Döring, Köpfchen Köpfchen (Brigitte), 1951, Tusche (WV-Nr. 553)

Abendstimmung im Schwarzwald, 1953, Öl auf Karton (WV-Nr. 108)

1939 heirateten Margret Döring und Herbert Hofheinz und zogen um nach  Baiersbronn im Schwarzwald. Wenig später wurde Herbert Hofheinz als Soldat einberufen und kehrte - abgesehen von einigen Heimaturlauben - erst  1946 wieder zurück.

Nach der Heirat hieß die Malerin Margret Hofheinz und signierte auch so ihre Bilder.

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren kam sie nur wenig zum Arbeiten. Zunächst war sie weiterhin als Lehrerin tätig. 1944 wurde die Tochter Brigitte geboren und Margret Hofheinz verließ den Schuldienst.

Sie zog mit dem Baby zu den Schwiegereltern nach Kochertürn, wo sie die letzten Kriegsmonate verbrachte, als das halbe Dorf zerbombt wurde, auch der Keller, in dem sie mit ihren Habseligkeiten Schutz gesucht hatte. Da die Mühle der Schwiegereltern keinen sicheren Keller hatte, suchte sie nun Unterschlupf in einem alten Mostkeller in der Nähe des Dorfes, in dem außer ihr 60 und ihrer Tochter 60 weitere Personen hausten. Nach dem Krieg schaffte sie es, die notwendigen Papiere zu bekommen und ging wieder zurück nach Baiersbronn.

 

Die ersten Nachkriegsjahre waren geprägt durch die Sorge um den Lebensunterhalt. Herbert Hofheinz war 1946 aus Krieg und Gefangenenschaft zurückgekehrt, da er aber als NS-"Mitläufer" als politisch belastet galt, durfte er noch nicht wieder unterrichten. Er ging, wie viele andere in dieser Zeit, zum "Hamstern" in den benachbarten Dörfern. Kleine Bilder von Margret Hofheinz bot er zum Tausch für ein paar Lebensmittel.

 

Trotz der schwierigen Lage schuf Margret Hofheinz in dieser Zeit erstaunliches. Es gibt aus dieser Zeit kleine Blumen- und Landschaftsbilder, sowie Skizzen und ein Ölbild der kleinen Tochter. Für die Tochter, aber auch für andere interessant, folgten ein Bilderbuch "Bärbel schaut in die Welt" und Handpuppen für ein Puppenspiel. Sie bekam den Auftrag, "Murgtalsagen" zu illustrieren und erhielt dafür (unbezahlbar in dieser Zeit) als Honorar gutes Aquarellpapier, das noch lange als Grundlage für Bilder diente.

Kasperle, 1948, Handpuppe