1953 - 1965 Entwicklung eines eigenen Stils

Schulweg, 1953, Öl auf Hartfaser (WV-Nr. 94)

Blick ins Renchtal, 1954, Öl auf Karton (WV-Nr.106)

Babsi, 1955, Öl (WV-Nr. 27)

Geigenspielerin, 1956, Öl (WV-Nr. 241)

Brigitte geigt, 1957, Zeichnung (WV-Nr. 654)

Der Sieger, 1958, Öl (WV-Nr. 1102)

Schneewittchen, 1958, Strukturmalerei (WV-Nr. 1103)

Mykonos, 1959, Öl auf Leinwand (WV-Nr. 811)

Mephisto und Schüler (Faust, 1. Reihe), 1960, Mischtechnik (WV-Nr. 1165)

Aquarium, 1960, Aquarell (WV-Nr. 1674)

Kerkerszene aus der 2. Reihe zu Faust 1, 1961 (WV-Nr. 1640)

Tanz ums goldene Kalb, 1962, Öl (WV-Nr. 2756)

Das fliegende Auto, 1964, Pastell (WV-Nr. 3019)

Trödelhexe auf dem Blocksberg, 1964, Öl (WV-Nr. 3608)

 

1953 zog die Familie nach Freudenstadt. Neben der Hausfrauentätigkeit konnte Margret Hofheinz sich wieder mehr ihrem eigentlichen Beruf, der Malerei, widmen. Sie hatte zwar kein Atelier, aber die geräumige Wohnküche und 2 Remisen boten Platz zum Arbeiten und für die Aufbewahrung. In dieser Zeit überwand sie die Einengungen der Akademiezeit und sie suchte den Anschluß an die verlorene Zeit, in der sie wie viele andere von den aktuellen Herausforderungen der Moderne abgeschnitten war.

 

Zahlreiche Besuche von Ausstellungen, Lesen vieler Bücher über Klee, Nolde, Kandinsky, Picasso halfen ihr dazu, ihren "eigenen Weg" zu finden, zum Beispiel durch Strukturmalerei.

 

In ihren Bildern zu Goethes Faust läßt sich die Entwicklung der Malerin besonders gut nachvollziehen. Die Künstlerin las Faust I immer wieder und schuf eine erste Reihe von 29 Blättern auf Papier in Mischtechnik, die sie immer wieder verdeutlichte und verbesserte und teilweise mit Tusche und Öl überarbeitete. Wenige Zeit später entstand eine zweite Reihe ohne Vorzeichung in schnellem Aquarell mit den gleichen Szenen. Durch Kalligraphie machte sie die Verbindung zum Text deutlich. In einer dritten Aquarell-Reihe gelang es ihr, den Gehalt des Textes auf das Wesentliche reduziert auszudrücken.

Die Sagengestalten von Faust II inspirierten die Malerin zu einer anderen Technik: In Ausstellungen hatte sie die farbige Pastellmalerei von Hoelzel und Ida Kerkovius kennengelernt und wandte diese farbenfreudige Technik nun bei diesem Thema an.